Startprobleme beim Auto im Winter

Wohl jeder Autofahrer mit einem älteren Fahrzeug kennt Startprobleme beim Auto. Gerade im Winter, wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt wandern, haben viele Fahrer mit diesem Problem zu kämpfen. In den meisten Fällen ist die Batterie leer, leider passiert das immer wieder wenn sie in die Jahre kommen.

Gelegentlich ist auch der Anlasser defekt, dann hört man ein leises „Klack" beim Startversuch und der Motor dreht nicht.

Witterungsempfindlich sind auch die Zünd- und Glühkerzen, sie sollten erneuert werden, wenn das Auto lange zum Anspringen braucht. Es gibt viele Ursachen warum ein Auto Probleme beim Starten haben kann.

Das Problem Nummer 1 ist aber die Autobatterie. Laut der Pannenstatistik vom ADAC bleiben im Verhältnis zu anderen Monaten im Dezember 50% mehr Fahrzeuge liegen. Darum muss der erste Gedanke bei einem streikenden Motor die Batterie sein. Ist sie schon ein paar Jahre alt? Nach drei bis vier Jahren lässt die Kapazität nach.

Nicht nur die Kälte setzt der Batterie mächtig zu, auch die vielen gleichzeitig benutzten Zubehöre des Fahrzeugs. Wenn gleichzeitig das Licht, die Nebelscheinwerfer, der Scheibenwischer und dazu noch die Sitzheizung, das Gebläse und ein großes Hi-FI- System in Betrieb sind, kann die Batterie nicht so schnell nachladen wie ihr Strom entzogen wird.

Vor allem bei viel gefahrenen Kurzstrecken wird die Batterie nie ganz gefällt. Zur Entlastung der Batterie sollten möglichst alle Zusatzgeräte erst nach dem Start des Autos in Betrieb genommen werden.

Wenn der Anlasser nur noch müde dreht, muss als erstes die Batterie überprüft werden. Liefert sie noch genügend Strom? Sie sollte mit einem Ladegerät frisch aufgeladen werden. Wenn der Flüssigkeitsstand in einer Säurebatterie gesunken ist kann er mit destilliertem Wasser aufgefüllt werden. Falls das auch nicht hilft muss die Batterie durch eine neue ersetzt werden.

Starthilfekabel

Als Erste Hilfe dienen zwei Starthilfekabel und ein hilfsbereiter Autofahrer mit laufendem Wagen. Als erstes werden alle Stromverbraucher und die Zündung beider Fahrzeuge ausgeschaltet. Die Pluspole werden mit dem roten Starhilfekabel verbunden und das schwarze Kabel an den Minuspol des Spenderautos befestigt. Die andere Seite des schwarzen Kabels gehört an einen Massepunkt, also an ein Metallteil oder an den Motorblock, des Pannenautos.

Nun kann der Motor des Spenderautos gestartet werden und zuletzt das Pannenauto laufen lassen. Vor dem Abklemmen des Minuskabels sollte ein großer Stromverbraucher (z.B. heizbare Heckscheibe) eingeschaltet werden um Spannungsspitzen in der Bordelektronik zu vermeiden. Abgeklemmt wird zuerst schwarz/minus und dann rot/plus. Um die Batterie wieder zu füllen sollte eine längere Strecke gefahren werden.

Batterieladegerät

Vor dem Laden der Batterie mit einem Batterieladegerät sollte der Nutzer die Bedienungsanweisungen vom Ladegerät und die Bedienungsanleitung des Autos sorgfältig lesen und den Hinweisungen folgen.

Das Aufladen der Batterie ist im eingebauten Fahrzeug und nach dem Ausbau möglich. In der Regel ist folgendermaßen vorzugehen: Zuerst muss die Zündung ausgeschaltet sein, dann das am Minuspol angeschlossene Kabel entfernen. Das Kabel am Pluspol wird zuletzt abgenommen. Die rote Greifzange des Ladegeräts wird an den Pluspol der Batterie geklemmt und die blaue an den Minuspol. Nun kann der Netzstecker mit dem Stromnetz verbunden werden und die Batterie wird geladen.

Nach ca. 10 Stunden ist die Batterie voll und kann abgeklemmt werden. Erst den Netzstecker ziehen, dann minus/blau und zuletzt rot/plus.

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