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Welchen Kompressor zum Lackieren nutzen?

Diese Fragen tauchen auf, wenn Sie einen Kompressor zum Lackieren suchen. Wir geben Antworten auf die häufigsten Fragen und zur Auswahl des perfekten Lackier-Luftverdichters.

Wieviel Bar?

Je geringer der Druck, umso präziser das Lackierergebnis; je höher der Druck, desto größer die Nebelentwicklung. Handelsübliche Druckluft-Kompressoren liefern allerdings 8 Bar Arbeitsdruck – vor allem, wenn sie auch für andere Druckluft-Anwendungen genutzt werden. Hier sorgt ein Druckminderer für den reduzierten Arbeitsdruck, der beim Lackieren ungefähr zwischen 1,5 und 4 Bar liegen sollte. Der Druckminderer sorgt außerdem für ständig gleichbleibenden Druck, was das Lackierergebnis ebenfalls beeinflusst. Der Druck hängt einerseits von der verwendeten Spritzpistole ab, andererseits von der verwendeten Farbe und ihrer Viskosität.

Wie viele Liter Liefermenge?

Die Liefermenge, also die Abgabeleistung eines Kompressors ist entscheidend fürs erfolgreiche Lackieren: Nicht zu verwechseln mit der Ansaugleistung, die sehr viel höher ist als die Liefermenge. Die benötigte Ansaugleistung wird meist auf der Lackierpistole angegeben und schwankt zwischen 150l/min und 360 l/min, je nach Spritzmodell. Je höher die Liefermenge des Kompressors, desto leitungsfähiger ist er, sodass er auch für andere Einsatzzwecke, zum Beispiel für den Betrieb von Druckluft-Werkzeug genutzt werden kann.

Welche Kesselgröße?

Je größer die Fläche, die Sie mit einem Kompressor lackieren möchten, umso größer sollte der Luftkessel sein. Kleine Kessel bedeuten längere Wartezeiten, bis der Kompressor wieder genügend Druck aufgebaut hat, um weiterlackieren zu können. Sind nur kleine Ausbesserungen am Lack der Karrosserie geplant, reicht ein 50 Liter Lufttank aus, fürs Lackieren von Kotflügel, Stoßstange oder anderen Autoteilen ist ein 100 Liter Druckluftkessel empfehlenswert.

Öl- und Wasserabscheider: bei ölgeschmierten Lackier-Kompressoren ein Muss

Sehr leistungsstarke Luftverdichter besitzen meist einen ölgeschmierten Motor: Möchten Sie diese Kompressor-Modelle zum Lackieren verwenden, sollte ein Ölabscheider integriert sein. Es besteht sonst die Gefahr, dass Farbe oder Lack mit Öl verunreinigt wird, was sich negativ aufs Lackierergebnis auswirkt. Auch Spuren von Wasser, die sich im Druckluft-System absetzen, können in die Farbe gelangen und den Farbauftrag beeinflussen. Der Kompressor sollte zum Lackieren also mit einem Wasserabscheider ausgestattet sein.

Was brauche ich zum Lackieren? Die Checkliste für den Kompressor-Einsatz:

Mit dieser Checkliste stellen Sie sicher, dass Sie nichts vergessen, wenn Sie Ihren Kompressor zum Lackieren von Fahrzeugteilen, Holz oder anderen Oberflächen nutzen möchten:

-    Druckluft-Kompressor
-    Eine passende Farbspritzpistole mit Fließbecher. Lackierpistolen werden oft im Druckluft-Set (https://www.werkzeugdiscount24.de/druckluft-set/) angeboten.
-    Druckluftschlauch (https://www.werkzeugdiscount24.de/druckluftschlauch/) mit 6 mm bis 8 mm Innendurchmesser (Angaben der Spritzpistole beachten): Ob Sie sich für einen Spiralschlauch oder einen geraden Druckluftschlauch entscheiden, hängt auch davon ab, wie lang er sein soll bzw. wie nah der Kompressor am lackierten Objekt stehen kann.
-    Druckminderer für Kompressoren mit Arbeitsdruck von über 6 Bar
-    Abdeckfolie oder Kreppband zum Abkleben der nicht zu lackierenden Stellen
-    Alte Baumwolltücher oder T-Shirts, um die Umgebung vor Farbspritzern zu schützen
-    Nicht Lösungsmittel anfälliger Behälter zur Reinigung der Lackierpistole
-    Handschuhe, Atemmaske und lange, alte Kleidung
-    Gehörschutz bei sehr lauten Druckluft-Kompressoren

Tipps zum Lackieren mit Kompressor

Neben dem richtigen Kompressor wirken sich auch die Wahl der Farbspritzpistole sowie die verwendete Farbe auf das Lackierergebnis aus. Das sollten Sie beachten, wenn Sie bisher keine Farbpistole besitzen bzw. noch unschlüssig sind, welche Farbe Sie zum Lackieren mit Kompressor verwenden möchten.

Welche Lackierspritzpistole nutzen?

Spritzpistolen für Kompressoren unterscheiden sich zum einen in der Zuführung der Farbe, zum anderen in der angegebenen nötigen Abgabeleistung des Kompressors: Sollten Sie weder Spritzpistole noch Kompressor zum Lackieren besitzen, wird das Ihre Wahl definitiv beeinflussen. Die Angaben zum Luftverbrauch variieren je nach Modell und Marke zwischen 80 bis 150 l/min und 200 bis 360 l/min. Hobbylackierer greifen hier am besten zu einer Druckluft-Pistole, die 150 bis 200 l/min Abgabeleistung fordert: Diese Produkte erzeugen ein gutes Lackierergebnis, auch wenn ungeübte Heimwerker oder Anfänger am Kompressor lackieren.

Im Hobbybereich werden Farbpistolen verwendet, die einen Becheraufsatz besitzen. Die Farbe gelangt von oben in die Pistole, wo sie durch den Luftdruck des Kompressors zerstäubt und auf den Lackiergrund getragen wird. Bei einer anderen Bauart sitzt der Farbbehälter unterhalb der Spritzpistole. Die verwendete Farbe darf bei dieser Art Lackierpistole nicht zu dickflüssig sein.

Welche Farbe für Kompressor-Lackierung verwenden?

Welcher Lack der richtige ist, hängt vor allem vom Lackierprojekt ab: Kompressoren bzw. Spritzpistolen für Druckluftverdichter können sowohl Einkomponenten- als auch Zweikomponentenlacke (2K-Lack) verarbeiten sowie Farben auf Wasserbasis oder Acrylfarben. Die Düsenstärke der Lackierspritzpistolen sollte bei der Auswahl der Farbe beachtet werden, da sehr dickflüssige, viskose Lacke oft schlecht verarbeitet werden: Verdünnen schafft hier die richtige Viskosität, um den entsprechenden Lack zu verarbeiten.

Kotflügel lackieren mit Kompressor: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Je nachdem, wozu eine Oberfläche lackiert werden soll, werden verschiedene Schritte nötig. Wir erklären das Vorgehen beim Lackieren mit Kompressor anhand eines Kotflügels. Dieser soll durch neuen Lack vor Rost geschützt werden:

1)    Rost entfernen & Kotflügel an den entsprechenden Stellen abschleifen bis das blanke Metall zu sehen ist. Wer entsprechendes Werkzeug zu Hause hat, kann die Stellen auch mit dem Kompressor sandstrahlen.

2)    Abschleifen des intakten Lacks, um ein nahtloses Ergebnis der neuen Lackierung zu erzeugen. Schleifscheibe mit feiner Körnung verwenden.

3)    Kotflügel reinigen: Staub und Fett schaden dem Lackierergebnis und sollten deshalb restlos entfernt werden. Ein Lösungsmittel wie Silikonentferner kann hier genutzt werden.

4)    Spachtelmasse auftragen: Die verrosteten Stellen sollten mit Spachtelmasse aufgefüllt werden, damit der Lack eine gleichmäßige Oberfläche bilden kann. Trockenzeit der Spachtelmasse beachten, bevor der Kotflügel weiterbearbeitet wird.

5)    Nochmals abschleifen und reinigen bevor die Lackierung mit Kompressor stattfinden kann.

6)    Profis verwenden Spritzfüller, um letzte Unebenheiten auszugleichen. Diesen auftragen, abtrocknen lassen und nochmals abschleifen. Hierfür sollten sehr schonende Schleifvarianten wie Schleifvlies oder Wasserschleifpapier eingesetzt werden.

7)    Druckluft-Kompressor anschalten und auf den nötigen Betriebsdruck bringen.

8)    Basislack in den Farbspritzbecher füllen & Spritzpistole an den Kompressor anschließen.

9)    Kotflügel gleichmäßig mit Basislack lackieren. Wichtig ist, den Spritzabstand gleichmäßig einzuhalten: ca. 15 bis 20 cm zwischen Düse und Lackieroberfläche.

10)  Lack mit reiner Luft aus der Druckluft-Pistole antrocknen und mit Staubtuch reinigen.

11)  Klarlack, inklusive Härter und Verdünnung, mit dem Kompressor auftragen. Hier gilt dasselbe wie beim Basislack.

12)  Lackierpistole und Spritzdüse reinigen: Pistole und Farbbecher über Nacht in Verdünnung einlegen, danach mit einem Pinsel grobe Farbreste entfernen. Farbkanäle mit kleiner Bürste reinigen sowie Kleinteile wie Verschluss, Düsennadel und Düse sanft abpinseln.



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