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Das beliebteste Verfahren für Hobbyschweißer ist das Schweißen mit einem Fülldraht. Durch die einfache Handhabung und die präzisen Schweißergebnisse punktet die Methode auf ganzer Linie. Dennoch kommt es auch bei dem Fülldrahtschweißen maßgeblich auf die Erfahrung des Handwerkers sowie bestimmter Richtlinien an. Worauf ist bei dieser Schweißart besonders zu achten und wie unterscheidet sich das Fülldrahtschweißen von der klassischen Schutzgasschweißarbeit?

Was ist Fülldrahtschweißen?

Das Schweißen mit Fülldraht ist eng mit dem Schutzgasschweißen verwandt: Je nach Drahtauswahl kann teilweise oder sogar ganz auf die Zuführung von Schutzgas verzichtet werden, da der abschmelzende Fülldraht durch spezielle Zusätze eine Gashülle um die Schweißstelle erzeugt. Von Fülldrahtschweißen spricht man, wenn der eingesetzte Schweißdraht bestimmte Eigenschaften erfüllt. Fülldrähte enthalten im Gegensatz zu Massivdrähten, die sonst verschweißt werden:

-   Lichtbogenstabilisatoren
-   Gasbildner
-   Metalllegierungen, die die Schweißnaht stabiler machen

Viele Schweißanfänger entscheiden sich für das Schweißen mit Fülldraht bzw. die Nutzung eines Fülldrahtschweißgeräts: Das Schweißverfahren ist je nach Drahtauswahl unabhängig von einer Gasversorgung und kann somit auch im Freien eingesetzt werden. Das Schweißen mit einem Fülldraht bietet viele Vorteile, aber auch Nachteile, die je nach Anforderungsprofil gegeneinander abgewogen werden müssen.

Vorteile beim Fülldrahtschweißen:

-   Kostengünstiger als die Schutzgasschweißverfahren
-   Höhere Geschwindigkeit beim Schweißen
-   Flexible und leichte Handhabung
-   Geeignet für Schweißarbeiten im Freien

 

Nachteile beim Fülldrahtschweißen:

-   Viel Schweißrauch
-   Auf Schweißnaht bildet sich Schlacke
-   Gefahr von Schweißspritzern
-   Nicht für das Schweißen von Dünnblech geeignet
-   Erfahrung des Handwerkers ist entscheidend

 

Welche Fülldrähte gibt es?

Fülldraht ist wie erwähnt nicht gleich Fülldraht: Die verschiedenen Zusätze beeinflussen sowohl die Wahl des Schweißgeräts als auch das Ergebnis des Schweißvorgangs. Fülldrähte unterscheiden sich in ihren Eigenschaften, ihrer Zusammensetzung und Anwendungskompatibilität. Generell wird zwischen drei unterschiedlichen Drähten unterschieden:

Selbstschützender Fülldraht

Bei dem selbstschützenden Fülldraht wird kein zusätzliches Schutzgas benötigt, da er sowohl Lichtbogen-Stabilisatoren, Gasbildner als auch Legierungszusätze beinhaltet. Das erst während dem Schweißprozess gebildete Schutzgas schützt das Schmelzbad vor Oxidation, ebenso wie das beim klassischen Schutzgasschweißen der Fall ist. Der Lichtbogen ist im Vergleich jedoch eher unruhig. Die Verwendung von selbstschützenden Fülldrähten sollte demnach nur von erfahrenen Schweißern gewählt und an massiven Stahlkonstruktionen angewendet werden. Bei Blechschweißarbeiten ist von dieser Art von Fülldraht abzuraten.

Gasgeschützter Fülldraht

Bei dieser Art von Fülldraht wird zusätzliches Schutzgas benötigt, da der Draht selbst keine Gasbildner enthält. Demnach eignet sich der gasgeschützte Fülldraht nicht für klassische Fülldraht-Schweißgeräte. Unterschieden werden die Drähte in basische Fülldrähte und Rutilfülldrähte. Vorteil bei der Verwendung dieser Fülldrähte ist, dass die Schweißnaht besonders präzise wird.

Metallpulver-Schweißdraht

Der Metallpulver-Schweißdraht ähnelt dem gasgeschützten Fülldraht und eignet sich ebenfalls nicht für Fülldraht-Schweißgeräte. Es muss zusätzlich ein Schutzgas beigefügt werden. Wer Wert auf besondere Schnelligkeit beim Schweißen legt, der greift zum Schweißdraht aus Metallpulver.


Welches Schweißgerät eignet sich für Fülldraht?

Die Wahl des richtigen Schweißgeräts hängt unmittelbar mit der Wahl des Fülldrahts zusammen: Spezielle Fülldraht-Schweißgeräte können nur mit einem selbstschützenden Fülldraht betrieben werden. Auch Elektroden-Schweißgeräte mit Schutzgas-Option eignen sich zum Schweißen mit selbstschützendem Fülldraht. Die Zuleitung des Schutzgases wird dann einfach geschlossen.

Gasgeschütze Fülldrähte und Metallpulver-Schweißdrähte erfordern die Zuleitung von Schutzgas, weswegen hier ein Inverter- oder ein Schutzgas-Schweißgerät zu Einsatz kommt.

Wann setze ich Fülldrahtschweißen ein?

Die Stärken des Fülldrahtschweißgeräts bzw. des Fülldrahtschweißens mit selbstschützendem Fülldraht liegen in seiner Flexibilität und seiner Schnelligkeit. Ein Fülldrahtschweißgerät kommt deshalb immer dann zum Einsatz, wenn die Anwendung das Schweißen mit Schutzgas schwierig macht.

Fülldrahtschweißen für:

-   Schweißen außerhalb der Werkstatt
-   Gröbere Reparaturen
-   Werkstücke mit hoher Metallstärke oder großen Hohlräumen


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