Wissenswertes über den Energiepass 29.12.2015 10:00

Der Energiepass, auch unter der Bezeichnung Energieausweis bekannt, stellt sicher, dass der Passinhaber auf eine Datenbank von unterschiedlichsten Ausstellern zugreifen kann, welche von der Deutschen Energie-Agentur, kurz Dena, verwaltet und aktualisiert wird.

In der Datenbank sind alle Energiepassaussteller aufgelistet, welche nach den Paragraphen 21 und 29 der so genannten Energieeinsparverordnung auch dazu berechtigt sind. So besteht für die Interessenten die Möglichkeit, ohne Einschränkungen nach der Eingabe der eigenen Postleitzahl einen Anbieter in der Nähe ausfindig zu machen.

Ausstellung des Energiepasses - Was der Hausherr beachten sollte

Kleine Gebäude mit einer Nutzfläche von weniger als 50 Quadratmeter, aber auch denkmalgeschützte Häuser und für eine bestimmte Zeit aufgestellte Gebäude, wie beispielsweise Zeithallen, und Ferien- oder Spezialgebäude, die nicht dauerhaft beheizt werden, sind von der Energiepass-Pflicht ausgenommen und besonderen Regelungen unterworfen. Hierbei sollten Hausherren jedoch beachten, dass der Energiepass seit Juli 2009 sowohl für Nicht-Wohngebäude als auch Wohngebäude Pflicht ist.

Er soll in erster Linie die Nebenkosten für Energie allen Kaufinteressierten und Mieter darlegen, wobei er auf Verlangen auch vorgelegt werden muss. Wer einen Energiepass jedoch nicht vorlegen kann, muss sogar mit einem Bußgeld rechnen.

Gültigkeit des Energieausweises

In der Regel weist der Energieausweis ab dem Tag der Ausstellung einen Gültigkeitszeitraum von bis zu zehn Jahren. Falls innerhalb dieser Zeit jedoch Veränderungen und Sanierungsmaßnahmen an der Immobilie durchgeführt werden sollten, ist die Ausstellung eines neuen Ausweises nicht Pflicht.

Dennoch empfiehlt sich eine Neuausstellung, da sie eine Wertsteigerung der Immobilie erzielt. Darüber hinaus lässt sich ein Objekt mit einem aktuellen Energiepass unproblematischer vermieten oder verkaufen.

Des Weiteren sollte beachtet werden, dass der Energieausweis nicht ausschließlich für neue Eigentümer oder auch künftige Mieter sinnvoll ist. Auch für Hausherren, die ihren eigenen vier Wänden treu bleiben möchten, kann von den Daten des Energiepasses profitieren. Insbesondere die Modernisierungsempfehlungen geben dem Hausherren die Auskunft über eventuellen Handlungsbedarf, um die Energiekosten zu reduzieren.

Die Kosten für den Energiepass

Je nach Bundesland können leider keine genauen Angaben über die Kosten und Bearbeitungsgebühren gemacht werden. Jedoch sollten Hausherren mit Beträgen von mehreren hundert Euros rechnen. Auch besteht die Möglichkeit, sich einen Energiepass im Internet erstellen zu lassen. Hier müssen Verbraucher jedoch die Seriosität der Anbieter prüfen.


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