Vergleich Heizgeräte (Elektro, Gas, Öl) 17.12.2015 10:45

Wird Wärme benötigt, so stehen dazu verschiedene Geräte zur Verfügung, die wiederum mittels unterschiedlicher Brennstoffe oder Energien betrieben werden.
Waren es früher Holz und Kohle, die als Brennstoffe überwiegend zum Einsatz kamen, wurden diese mit zunehmender Technisierung durch Öl, Gas und Elektrizität weitgehend verdrängt.

Heute bieten sich eine Vielzahl von Geräten an, die sich für die Wärmerzeugung an verschiedenen Standorten mit einer unterschiedlich guten Effizienz eignen. Doch welches Heizgerät ist wann und wo am besten geeignet?

Dazu müssen die Geräte nicht nur nach der Art der eingesetzten Energie betrachtet werden, sondern auch nach dem System und der Umgebung.
Natürlich sind Zentralheizungen technisch gesehen am effizientesten, da die Energieerzeugung an einem zentralen Punkt und die Heizenergieverteilung in einem geschlossenen, gut isolierten und zudem relativ kurzem Verteilernetz die höchste Ökonomie besitzt. Die Ökologie der Zentralheizungen ist wiederum ein anderer Punkt. Bezüglich der Energieträger Elektro, Gas oder Öl zeigt sich hier das Gas als die mit Abstand umweltfreundlichste Energie.

Passiv oder Aktiv

Dezentrale und mobile Heizgeräte wiederum müssen anderen Anforderungen genügen, wobei üblicherweise eine schnelle und punktuelle Wärmeerzeugung im Vordergrund steht.
Bezüglich der Bauformen unterteilen sich diese Geräte unter anderem in der Art der Abgabe der Heizwärme. Entweder über die Fläche, der passiven Wärmeverteilung oder der aktiven Abstrahlung. So gehören die Radiatoren, die normalen Heizkörpern ähneln, zu den passiven Heizgeräten, hingegen etwa ein Gerät mit einem Gebläse zu den aktiven Geräten zählt.
Der Nutzen der verschiedenen Geräte ergibt sich aus dem Bedarf und den Möglichkeiten. Das ist aber unabhängig von der Effizienz bezüglich der eingesetzten Energieträger.
Ein Heizgebläse, das mit Strom betrieben wird, erzeugt sehr schnell punktuelle Wärme, verbraucht aber auch viel Energie. Ähnlich verhält es sich mit Heizgebläsen, die mit Gas betrieben werden, da hier für das Gebläse zusätzlich Strom benötigt wird. Außerdem lässt sich ein Gas-Heizgerät dieser Form nicht überall einsetzen. Passive Heizgeräte mit einer Flächenabstrahlung sind ökonomischer, benötigen aber auch längere Zeit zur Bereitstellung der Wärme.
In vielen Fällen sind passive Heizgeräte in einer Kombination aufgebaut und benötigen zwei Energieträger wie etwa der Öl-Radiator, dessen Öl mittels elektrischer Heizspiralen aufgeheizt wird. In der Folge gibt das erwärmte Öl seine Heizwärme über die Außenflächen des Radiators ab. Der Vorteil hier ist die Wärmespeicherfähigkeit des Öls. Dieser Trick der Wärmespeicherung kann auch mit reinen Gas- oder Elektroheizungen erfolgen wie etwa Nachtspeicheröfen zeigen, wobei hier das Öl durch verschiedene Wärmespeichernde Materialien wie Schamotte oder Keramik ersetzt wird.

Was ist am Günstigsten?

Im Gebrauch ist es eine Frage des Bedarfs. Schlicht gesagt bedeutet das Bedürfnis nach schnell erzeugter Heizwärme einen höheren Kosteneinsatz.
Passive Heizgeräte eignen sich eher zur Beheizung größerer Raumvolumen mit entsprechender Vorlaufzeit, aktive Heizgeräte für die schnelle Erwärmung von Teilbereichen oder ebenso Räumen, wenn es notwendig ist. In der Kosten-Nutzen-Rechnung sind Öl und Gas im Verhältnis zu Elektrizität die günstigeren Energieformen, jedoch werden viele Heizgeräte heute in Kombination gebaut, die zwar einen höheren Bedienkomfort erzeugt, aber ebenso einen höheren Verbrauch.


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