Tipps zur Schimmelbeseitigung 17.01.2016 10:24

Schimmel tritt in vielen Wohnungen auf und ist leider ein häufiges Problem. Eine dauerhafte Schimmelbelastung schadet nicht nur den Atemwegen, sondern schwächt auch Ihr Immunsystem. Durch eine sachgerechte Entfernung und eine entsprechende Vor- und Nachsorge, können Sie sich von diesem unbeliebten Mitbewohner jedoch trennen.
Ursache bekämpfen

Oftmals ist eine zu hohe Luftfeuchtigkeit für Schimmelbefall in Wohnung verantwortlich. Gelegentlich kann es jedoch auch daran liegen, dass durch den Schornstein Wasser in die Wand eindringt. Gleich, wie sie akut gegen den Schimmel vorgehen: Auch die Ursache muss bekämpft werden und ein Schornstein entsprechend etwa fachgemäß gegen einfallendes Regenwasser oder Schnee abgedichtet werden.

Richtig lüften
Die Luftfeuchtigkeit senken Sie durch regelmäßiges, korrektes Lüften oder Heizen. Oftmals werden gerade in warmen Wohnungen oder aus Angst vor Schimmelbefall eines oder mehrere Fenster auf Kipp belassen.  Ausgerechnet das kann den Schimmelbefall befördern. „Richtig lüften“ bedeutet in diesem Sinne: Konzentrieren sie sich auf Stoß- und Durchzugslüften. Öffnen Sie Ihr Fenster komplett, statt es nur zu kippen, und sorgen sie für Durchzug. Öffnen Sie also mehrere Fenster kurzfristig gleichzeitig. So gelingt es, die gesamte Luft einmal komplett auszutauschen und die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren.

Kleineren Schimmelbefall bekämpfen
Sind die Schimmelstellen kleiner als etwa einen halben Quadratmeter, können Sie dieses Problem selbst angehen. Hierfür können sie etwa Alkohol verwenden. Auch wenn häufig noch Essig empfohlen wird, ist er nicht so gut geeignet und der Schimmel neigt dazu, erneut aufzutreten. Das ist gerade bei Schimmelbefall von Tapeten anstrengend.
Optimal ist der Einsatz von  Ethylalkohol, denn er tötet die Pilzkeime ab. Verwenden sie unbedingt mindestens  70-80 prozentigen Alkohol. Alkohol verflüchtigt sich nach der Anwendung und stellt daher keine zusätzliche Belastung dar – im Gegensatz zu vielen Schimmelreinigern. Er wirkt dehydrierend auf die betroffenen Stellen und entzieht dem Schimmel das nötige Wasser.

Tränken Sie dafür einen Lappen in ausreichend Alkohol, um eine Verbreitung zu Vermeiden. Gerade bei glatten Oberflächen wie Fließen funktioniert dies sehr gut. Leider neigen raue Oberflächen leichter zum Schimmelbefall als glatte. Auf diesen ist Schimmel schwerer zu entfernen und auch die Methode mit dem in Alkohol getränkten Lappen führt nicht immer zu Erfolg. Je nach Grad des Befalls müssen Sie die von Schimmel befallene Tapete daher entfernen und anschließend den Untergrund mit dem Lappen reinigen.

Auf Sporenbelastung achten
Bei jeder Art von Schimmelentfernung setzen Sie Ihre Wohnung und sich selbst einer hohen Sporenbelastung aus. Gerade immunschwachen Menschen ist daher davon abzuraten, Schimmel selbst zu entfernen. Unter Umständen können sie mit einem Luftreiniger die Sporen aus der Luft entfernen.

Greifen Sie, egal ob Sie einen Luftreiniger einsetzen oder nicht, zu besonderen Schutzmaßnahmen. Besorgen Sie sich im Vorfeld etwa im Baumarkt Handschuhhe, eine Schutzbrille und eine Atemschutzmaske. Schließen Sie während der Schimmelentfernung die Tür des Raumes, um eine Ausbreitung der Schimmelsporen in die anderen Bereiche ihrer Wohnung zu vermeiden. Außerdem sollten sie nach dem Schimmelentfernen sofort ihre Kleidung wechseln. Waschen Sie ihre Kleidung umgehen und duschen Sie sich ab.

Großflächigen Schimmel bekämpfen
Übersteigt der feuchte, schimmlige Fleck einen halben Quadratmeter, so sollten Sie sich in jedem Fall an Fachleute wenden. Dies kostet zwar mehr Geld, die Wahrscheinlichkeit, dass der Schimmel nicht dauerhaft selbstständig zu entfernen ist, ist allerdings sehr groß. Meisten ist dann auch ein grundlegendes Problem im Haus auszumachen. Wohnen Sie zur Untermiete, konsultieren sie daher auch Ihren Vermieter.


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