Rund um Batterien 17.12.2015 09:55

Die Batterie ist eine jener großen Erfindungen, deren Existenz eine Vielzahl von Geräten hervorgebracht hat, die unabhängig von einer Stromquelle betrieben werden können. Ohne Batterie kein Handy, keine Taschenlampe, kein transportabler Player, egal welcher Art.

Es gibt aber einige wichtige Unterschiede, die von den Laien mitunter kaum beachtet werden, denn das, was hinlänglich als Batterie bezeichnet wird, sind sogenannte Einwegbatterien, auch Primärzellen genannt. Diese werden einmal genutzt, bis die Kapazität erschöpft ist und dann müssen sie entsorgt werden.

Die wichtigsten Vertreter dieser Art sind die Alkali-Mangan- und die Kohle-Zink-Batterien. Bei der Sekundärzelle, auch als Akku bezeichnet, kann die Energie wieder aufgeladen werden und eine häufigere Nutzung ist, auch wenn die Lebensdauer nicht unbegrenzt ist, dadurch möglich. Die wichtigsten Vertreter dieser Innovation sind die Lithium-Ionen-Akkus und die nicht mehr ganz so angesagten Blei-Nickel-Kadmium-Akkus.

Eine Batterie ist aus mehreren galvanischen Zellen zusammengesetzt und die Stromerzeugung erfolgt durch eine chemische Reaktion im Innern dieser Zellen. Dazu werden zwei Elektroden, die eine aus unterschiedlichen Metallen (Anode), die andere aus einer elektroleitenden sauerstoffreichen Verbindung (Kathode) benötigt.

Beide werden in der Zelle durch ein Elektrolyt, einem flüssigen Leiter, meist auf basischer Grundlage, miteinander kommunizieren und für elektrischen Strom sorgen, wobei der Ladungstransport durch die Bewegung von Ionen erfolgt. So hat zum Beispiel die doch etwas veralterte Zink-Kohle Batterie Zink als Anode und Braunstein als Kathode, das Elektrolyt ist eine Ammoniumchloridlösung.

Zink-Silberoxid Zellen wiederum haben eine Anode aus Zink und eine Kathode aus Silberoxid. Hier wird Kalilauge als Elektrolyt verwendet. Die hohe Energiedichte, die bei dieser Zelle erreicht wird, genügt ebenso wie bei der Lithiumzelle zur Herstellung von sogenannten Knopfzellen, da sie eine lange Lebensdauer haben.

Die Entsorgung von Batterien wurde früher ganz einfach über den Hausmüll vorgenommen und es war noch nicht im Bewusstsein der Menschen, dass es sich um teilweise hochgiftigen Sondermüll handelt. Außerdem haben alle Arten von diesen Energieträgern wertvolle Rohstoffe in sich, die es lohnt, wieder verwertet zu werden.

Alle Batterien können seit einigen Jahren unsortiert in die sogenannten BATT-Boxen, eine Einrichtung der "Stiftung gemeinsames Rückgabesystem Batterien" eingeworfen werden. Oder auch per Post zur Entsorgung an den Händler zurückgesandt werden.

Wer nun neben einer fachgerechten und ökologischen Batterieentsorgung auch noch finanziell sinnvoll handeln möchte, der kaufe sich aufladbare Akkus, denn die sind neben aller Ökologie auch noch schonender für die Geldbörse als ständig neue, teure Stromspender zu erwerben ...


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