Räumpflicht im Winter 17.12.2015 09:50

Wenn Kinder begeistert „Schneeflöckchen, Weißröckchen" singen, schauen Hausbesitzer kritisch zum Himmel. Schnee kann ein herrliches Freizeitabenteuer für die komplette Familie sein. Jedoch ältere Leute sehen hinter der weißen Pracht glatte Straßen und Gehwege. Sie sind auf gut funktionierenden Winterdienst angewiesen und auf Hausbesitzer, die ihrer Räum- und Streupflicht korrekt nachkommen.

Jeder Winter mit viel Schneefall entfacht erneut Diskussionen, wann, wie und wo die Räumpflicht erforderlich ist. Frühaufsteher haben Langschläfern viel voraus. Ab morgens um 7.00 Uhr werden vom Schnee befreite und bei Glätte gestreute Wege erwartet. Gehwege sollen so breit geräumt werden, dass zwei Menschen bequem aneinander vorbei kommen. Bis 20.00 Uhr beschäftigt der Winterdienst die Hausbesitzer oder Mieter, wenn dies im Mietvertrag fixiert wurde.

Freie Gehwege sind eine wesentliche Pflicht, jedoch der Zugang zu Mülltonnen, Briefkästen, Kellereingängen und Haustüren ist besonders bei Miethäusern oft umstritten, jedoch erforderlich.

Bei Straßen ohne Gehwege besteht ebenso eine Verpflichtung. Ein Randstreifen von etwa 1 Meter Breite soll stets eis- und schneefrei gehalten werden. Hier besteht nur das Problem, eine optimale Lösung beim Einsatz des kommunalen Winterdienstes auf diesen Straßen zu finden. Nur bei ordnungsgemäßem Winterdienst tritt bei einem Unfall die Haftpflichtversicherung für die Schadensregulierung in Kraft.

Eigenheimbesitzer betrachten mitunter den Winterdienst als willkommende Trainingseinheit. Jung und sportlich werden Schneeschieber und Straßenbesen geschwungen.

Was anfänglich noch als körperliches Fitnessprogramm eingestuft wurde, kann nach tagelangen, intensiven Schneefällen zu einer Belastungsprobe werden. Sind die Hauseigentümer bereits in einem fortgeschrittenen Alter, geht beim Schneefegen schnell mal die Puste aus und es dauert alles länger. Nachbarschaftshilfe ist im Winter eine Lösung. Hilfreiche Technik ist eine kraftsparende Alternative.

Schneefräsen in unterschiedlichen Ausführungen erleichtern alle anstrengenden Winterarbeiten. Kleine Modelle sind für den Einsatz im lockeren Schnee geeignet und werden geschoben. Was im Sommer der Rasenmäher ist, wird im Winter die Schneefräse.

Für Gehwege und Auffahrten reichen vielfach diese kleinen Schneefräsen. Benzin- oder Elektro -Schneefräsen werden mit unterschiedlichen Räumbreiten und für verschiedene Räumhöhen angeboten. Beim handlichen Modell oder der massiveren Ausführung mit Raupenkettenantrieb, der die Wirkung erhöht, wird die winterliche Stille mehr oder weniger gestört.

Wer sein Grundstück zwischen zwei Straßen hat und somit sehr viele Meter Gehweg freihalten muss, schätzt diese technische Möglichkeit. Das ist ebenso beim großen, weiträumigen Gehöft.


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