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Als Variante des Schutzgasschweißens steht MAG-Schweißen für gute Schweißnahtqualität und einfache Handhabung. Was Sie über das Schweißen mit Aktivgasen wissen müssen, lesen Sie hier.

Wie funktioniert das MAG-Schweißen?

Beim Metall-Aktivgas-Schweißen, kurz MAG-Schweißen, wird entweder mit reinem CO2 oder mit einem Mischgas aus CO2 und O2 gearbeitet. Es ist deshalb eine spezielle Form des Schutzgasschweißens. Je nach Zusammensetzung kann der Schweißprozess bei dieser Schweißart beeinflusst werden. Das MAG-Schweißverfahren kommt im Gegensatz zum MIG-Schweißen überwiegend bei einfachem oder niedrig legiertem Stahl zum Einsatz.

Welche Einstellungen müssen beim Schweißverfahren MAG vorgenommen werden?

Beim Schutzgasschweißen können verschiedene Parameter eingestellt werden. Es gibt einige Faustregeln, die zu beachten sind, doch grundsätzlich reagieren Schweißgerät und Werkstück je nach Beschaffenheit verschieden. Deshalb empfiehlt es sich immer, ein Stück Probe zu schweißen.

Folgende Faustregeln sind zu beachten:

  • Der Draht: Der Schweißdraht dient beim MAG-Schweißen als Elektrode, schmilzt ab und gleichzeitig den Werkstoff auf. Deshalb ist es besonders wichtig, den passenden Draht für Stahl, Edelstahl oder Aluminium zu wählen. Außerdem muss der Drahtdurchmesser stimmen. Für eine Blechdicke zwischen 2 und 15 mm benötigt man beispielsweise einen 0,8 mm dicken Draht.
  • Schutzgas-Durchfluss: Der Lichtbogen muss stets unter einer Gasglocke abbrennen, damit gute Schweißnähte erzielt werden. Als Faustregel gilt 0,1 mm Drahtdurchmesser für einen Liter Gas. Bei einem Draht von 0,8 mm werden deshalb circa 8 Liter Durchfluss eingestellt.
  • Gasdruck: Mit einem Druckregler wird das Schutzgas eingestellt. An einer Uhr lesen Sie Flaschendruck und Durchfluss ab. Mit einem Regler stellen Sie Gasdruck, besser gesagt den Durchfluss, ein. Doch woher weiß man, wie lange die Gasflasche noch zum Schweißen reicht? Mit der Formel Flaschengröße (L) x Restdruck (bar) = vorhandene Gasmenge erhalten Sie die Menge an Gas, die noch in der Flasche ist.
  • Stromstärke: Die wichtigste Einstellung beim MAG-Schweißen ist die Stromstärke. Dabei gilt: pro Millimeter Werkstück Dicke stellt man 30 bis 40 Ampere ein. An vielen Schweißgeräten kann man für die feinere Abstimmung auch die Spannung in Volt einstellen. Für das Schweißen mit dem Kurzlichtbogen sollte die Spannung niedriger sein, für Sprühlichtbogen hingegen etwas höher.

Welches Material ist für das MAG-Schweißen geeignet?

Beim MAG-Schweißen werden hauptsächlich unlegierte Stahlsorten verschweißt. Das heißt: Aluminium, Aluminium-Legierungen sowie niedrig bis hoch legierter, rostfreier Stahl. Bei höher legierten Stählen und Aluminium können Helium oder Argon als Schutzgas eingesetzt werden. Oft wird auf das MAG-Schweißen bei der Herstellung von Kraftfahrzeugen, Behältern oder bei Rohrleitungen zurückgegriffen. Auch im Schiffbau oder Maschinenbau kommt das MAG-Schweißen immer wieder zum Einsatz.

Was sind die Vor- und Nachteile beim MAG-Schweißen?

Für das MAG-Schweißen spricht die hohe Qualität der Schweißnaht, vorausgesetzt es wurde fachgerecht geschweißt. Außerdem ist das Verfahren wirtschaftlich, da es eines der günstigeren Schweißverfahren ist und man damit schnell arbeiten kann. Von Vorteil ist auch, dass insbesondere dünne Bleche ab etwa 0,6 mm Stärke gut geschweißt werden können und fast nicht nachbearbeitet werden müssen. Aus diesen Gründen hat das MAG-Schweißen in den letzten Jahren vielfach das Elektrodenschweißen ersetzt. Von Nachteil ist hingegen, dass der Schutzgasmantel sehr empfindlich auf Luftzug und Wind reagiert. Es können bei MAG-Schweißen dann Fehler, sogenannte Luftporen entstehen. Deshalb ist das MAG-Schweißen für Baustellen eher ungeeignet.



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