Laminatböden selbst verlegen 17.12.2015 09:58

Einen Laminatboden in Eigenarbeit zu verlegen gestaltet sich im Wesentlichen leichter, als dies zunächst zu vermuten wäre. Mit etwas handwerklichem Geschick und der passenden Ausrüstung ist das Verlegen von Laminat von beinahe jedem Heimwerker problemlos zu realisieren.

Die im Bau- oder Fachmärkten zu erhaltenden vorgefertigten Dielen sind mit Nut und Feder versehen. Somit können diese ohne großen Aufwand ineinander gefügt werden.

Herkömmliche Laminatdielen haben zudem eine handliche Größe von 130 mal 20 Zentimetern. Hinzukommt, dass Laminat in der Regel durch das so genannte schwimmende Verfahren verlegt werden kann. Es ist also keine zusätzliche Fixierung des selbigen auf dem Untergrund erforderlich, was wiederum den Arbeitsaufwand enorm erleichtert.

Grundsätzlich zu beachten ist beim Laminat Verlegen immer auch die jeweilige Herstellerinstruktion. Diese wird in den meisten Fällen mit den Laminatdielen mitgeliefert.

Ein besonders heikles Thema ist das Einfordern von Garantieansprüchen in Bezug auf die hier verwendeten Baumaterialien. Sollten die Dielen etwa von Seiten des Herstellers fehlerhaft verarbeitet worden sein, darf dem Heimwerker beim Verlegen selbst kein Fehler unterlaufen. Das heißt, wenn es zu Beschädigungen der Dielen kommt, trotz oder gerade weil die Qualität der Dielen zu wünschen übrig lässt, haftet der Hersteller in der Regel nicht.

Grundsätzlich ist es anzuraten bereits vor dem Kauf ein Probestück genauer zu begutachten. Da Laminatdielen in großer Zahl automatisiert produziert werden, gleichen sich diese herkömmlich je Lieferung wie einem Ei dem anderen. Ist also bereits eine Diele fehlerhaft und minderwertig verarbeitet, kann es durchaus der Fall sein, dass dies auch auf die verbleibenden Laminatdielen in der jeweiligen Abpackung zutrifft.

Neben der Qualitätsprüfung des Laminats gehört auch eine gründliche Überlegung bezüglich der passenden Farbwahl zur Vorbereitung des Laminatverlegens dazu. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich immer ein bereits vollständiges Komplettsystem zu ersehen, in welchem die unterschiedlichen Bauteile farblich aufeinander abgestimmt sind.

Ist dies erfolgt, kann im Folgenden der Boden genauer begutachtet werden, auf welchem das Laminat verlegt werden soll. Unter Umständen ist es diesbezüglich möglich, das Laminat direkt auf einen kurzhaarigen Teppich aufzubringen. Dieser kann hierbei als Trittschalldämmung genutzt werden.

Ist kein Teppich vorhanden, sollten vor dem Laminat eine separate Trittschalldämmung, sowie eine Feuchtigkeitssperre verlegt sein. Besonders wichtig ist es die entstehenden Übergänge gut zu verleimen und den überschüssigen Kleber mit einem Spachtel hiernach wieder abzuziehen.

Grundsätzlich ist mit dem Verlegen der Laminatdielen immer von einer Längsseite im Raum zu beginnen. Von dieser ausgehend kann sich nun zur gegenüberliegenden Wand vorgearbeitet werden. Das Zusammenfügen der Dielen ist mit einem Schlagholz vorzunehmen. Nicht vergessen werden sollten auch die Abstandsbolzen, welche zwischen Wand und Laminat eingebracht werden.

Benötigtes Werkzeug:

  • Laminatschneider
  • Sägen
  • Hammer bzw Schlagholz
  • Abstandskeile


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