Im Herbst Beeren und Obstbäume pflanzen 17.12.2015 10:42

Der Kauf von Obstbäumen und Beerengehölzen ist Vertrauenssache

Gute Ware ist einerseits nicht ganz billig, andererseits erfordert die Neuanpflanzung von Obstbäumen und Sträuchern einige Arbeit. Dann ist es ärgerlich, wenn sie in der Folgezeit nicht so richtig wachsen wollen. Angeboten werden benutzerfreundliche Containerware sowie ballenlose und ballierte Obstgehölze. Wer sichergehen will, kauft seine neuen Obstbäume und Beerensträucher in einer renommierten Baumschule: Man bekommt dort nicht nur Qualitätsware. Man kann sich zusätzlich beraten lassen und die Gewächse selbst begutachten. Neben dem einwandfreien, regelmäßigen Wuchs sollte kein Krankheitsbefall erkennbar sein.

Obst- und Beerengehölze neu anpflanzen

Bäume und Sträucher werden in der Regel während der Vegetationsruhe gepflanzt. Das ist die Zeit von Oktober bis März, wenn der Boden nicht gefroren ist und sich die natürlichen Beeinträchtigungen in Grenzen halten. Dabei eignet sich die Herbstzeit von Anfang Oktober bis Mitte Dezember am besten.
Die Pflanzgrube für den neuen Baum oder den neuen Strauch muss etwa doppelt so tief und breit ausgehoben werden, wie der Wurzelballen groß ist. Bei verdichteter, schwerer Erde oder bei einem flachgründigen Boden rechnet man sogar noch etwas Raum dazu, den man mit verbesserter Erde auffüllt.
Sollten die neu gekauften Obstgehölze nicht gleich nach dem Kauf gepflanzt werden können, schlägt man sie für die vorübergehende Zeit am besten in ein provisorisches Erdbeet ein. Container- und Ballengehölze wässert man vor dem Pflanzen gründlich und ballenlose Ware stellt man etwa einen Tag lang in einen Eimer mit Wasser oder auch Lehmbrei.
Im Anschluss an das Setzen der Gehölze legt man einen Gießrand an, der das Gießwasser erst einmal staut und nur
peu à peu abgibt.
Nach der Pflanzung sollten die Gehölze über längere Zeit, sogar über zwei bis drei Jahre mit Pfählen gestützt werden. So bekommen sie Halt, solange das Wurzelwerk noch nicht vollständig ausgebildet ist. Zum Anbinden eignen sich Hanf- oder Kokosstricke – sie können die Rinde nicht verletzen.

Obst- und Beerengehölze pflegen

Im Herbst angepflanzte Obst- und Beerengehölze sind vergleichsweise pflegeleicht: Im Allgemeinen ist eine Düngung unnötig, im Herbst sollten die Gehölze allerdings turnusmäßig mit Kompost versorgt werden. Auch das andauernde Gießen ist meist überflüssig. Die meisten Aren verfügen über ein gut ausgebildetes Wurzelwerk, nach dem Anwachsen können die Obst- und Beerengehölze dem Boden selbst genügend Feuchtigkeit entnehmen. In längeren Trockenperioden sind sie natürlich für Wassergaben dankbar.
Besonders wichtig für ein gutes Gedeihen der Obst- und Beerengehölze ist eine sorgfältige Pflege des Gartenbodens. Eine Mulchschicht ist besonders empfehlenswert, die den Boden das ganze Jahr über schützt und locker hält.
Herunter gefallenes Laub kann prinzipiell liegen bleiben. Es wird nach und nach verrotten und so der Erde neue Nährstoffe zuführen. Wer das nicht will, sollte das Laub wenigstens kompostieren.
Last, but not least ist der richtige Schnitt der Obst- und Beerengehölze eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen. Dazu gibt es einige grundlegende Regeln zu beachten, wenn man eine tatsächliche Verbesserung im Wuchs, im Blühverhalten und im Fruchtansatz erzielen will.


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