Hauswasserwerk 17.12.2015 09:56

Mehr und mehr Hausbesitzer nutzen ein Hauswasserwerk. Dies ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern hat auch bedeutende ökonomische Vorteile.

Täglich werden mehr als 100 Liter aufbereitetes Trinkwasser pro Person für Toilettenspülung, Duschen, Wäschewaschen, Geschirrspülen und Putzen verbraucht. Damit wird kostbares Trinkwasser für Zwecke verwendet, für die es eigentlich zu schade ist.

Für diese Zwecke könnte man unbedenklich Regenwasser einsetzen, welches sonst ungenutzt in die Kanalisation ablaufen würde.

Regenwasser ist kalkfrei, das bedeutet, dass man bei der Nutzung von Regenwasser in der Waschmaschine und im Geschirrspüler auf kalkreduzierende Zusätze verzichten und obendrein den Waschmittelverbrauch senken kann.

Das weiche Regenwasser kann auch sehr gut zur Bewässerung von Pflanzen in Haus und Garten eingesetzt werden.

Ökonomische Vorteile
Bei einem geplanten Hausneubau ist es empfehlenswert, eine Hauswasserwerk in das Konzept einzubeziehen. Aber auch bei einem Altbau ist eine nachträgliche Installation einer Regenwasserhausanlage realisierbar.

Die Mehrkosten amortisieren sich in kürzester Zeit, da der Wasser- und Abwasserverbrauch durch die Sammlung und Nutzung des Regenwassers signifikant gesenkt wird. Zudem sollte man bedenken, dass auch die Gebühren für Wasser und Abwasser stetig im Steigen begriffen sind.

Ökologische Vorteile
Ökologisch gesehen hat die Nutzung von Regenwasser viele Vorteile. Dazu gehören die geringeren Erschließungskosten für Kanalisation und Kläranlagenbetrieb, die Sicherung des Grundwasservorrates sowie die Senkung der Kosten für die Wasseraufbereitung.

Wie funktioniert ein Regenwasser Hausanlage?
Das Regenwasser wird vom Dach in eine Zisterne bzw. einen Erdtank weitergeleitet. Diese Tanks sind in unterschiedlichen Größen erhältlich. Für ein Einfamilienhaus werden meist Tanks mit einem Fassungsvermögen zwischen 3500 und 6000 Liter eingesetzt.

Über einen integrierten Filter wird das Regenwasser gereinigt und fließt in den Tank. Sollte mehr Regenwasser anfallen, als der Tank fassen kann, so wird das überschüssige Wasser in eine Versickerungsanlage oder in die Kanalisation eingespeist.

Mittels Pumpen wird dem Erdtank bei Bedarf das Regenwasser entnommen und zu den Verbrauchsstellen (WC, Dusche, Waschmaschine, Hauswirtschaftsraum oder Gartenbewässerung) weitergeleitet.

Ist bei anhaltender Trockenheit kein Regenwasser mehr im Erdtank vorhanden, schaltet die Anlage auf die Versorgung der entsprechenden Verbrauchsstellen mit Trinkwasser um.

Umweltbewusstsein
Mehr und mehr werden wir für einen effizienten Umgang mit den natürlichen Ressourcen, wozu auch das Wasser gehört, sensibilisiert. In vielen Teilen unserer Erde herrscht Mangel an Trinkwasser und auch in unseren Breiten bereitet es zunehmend Schwierigkeiten, dem stetig steigenden Wasserkonsum der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser zu entsprechen.

Die Einsparung von Trinkwasser durch eine Regenwasserhausanlage beträgt bis zu 40% und ist daher ökologisch und ökonomisch eine sinnvolle Maßnahme. Die Umwelt wird geschont und die Haushaltskasse spürbar entlastet.


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