Gartenhäcksler zur Entsorgung der Gartenabfälle 17.12.2015 10:46

Alles blüht und gedeiht im Garten? Schön, doch irgendwann geht es an das Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern, denn in einem gepflegten Garten ist Wildwuchs und ungehemmtes Wuchern nicht unbedingt erwünscht.

Dazu werden verschiedene Gartenwerkzeuge und Geräte benötigt wie etwa eine Astschere mit Teleskoparm, um auch an höher gelegene Zweige zu gelangen, ohne unbedingt die Stehleiter anstellen zu müssen. Auch die Motorsäge kann hilfreich sein, vor allem dann, wenn der Durchmesser des zu schneidenden Astes dies notwendig macht. Je nachdem kann hierfür auch eine Bogensäge oder ein Fuchsschwanz eingesetzt werden. Nicht zu vergessen natürlich die Heckenschere, die es sowohl im manuellen Handbetrieb wie auch elektrisch mit Kabel oder mit Akku gibt.

Nachdem alles auf das notwendige Maß zurechtgestutzt wurde, muss die dabei angefallene Menge an Ästen und Zweigen ihrer weiteren Verwertung zugeführt werden. Ein echter Gärtner wird diese Biomasse nicht einfach als Gartenabfall der örtlichen Müllbeseitigung überlassen, sondern deren Inhaltsstoffe genauso nutzen, wie es der natürliche Kreislauf vorsieht. Allerdings können die natürlichen Prozesse von Wachstum und Zerfall mittels eines Gartenhäckslers beschleunigt werden. Gerade Äste und Zweige benötigen für den Zerfallsprozess und die Umwandlung in Humus, die Kompostierung, unter normalen Umständen viel Zeit, je nach Durchmesser und Härte sogar mehrere Jahre und das Holz behindert zudem die Umschichtung des Komposthaufens.

Mit einem Gartenhäcksler lassen sich sowohl kleine Zweige wie auch größere Äste auf kleinste Teile reduzieren, die wesentlich schneller zu Kompost werden und so etwa im nächsten Frühling als wertvoller Humus bzw. Dünger zur Verfügung stehen.

Welcher Gartenhäcksler das richtige Gerät ist, richtet sich nach dem Bedarf. Dabei ist natürlich der vorhandene Baumbestand und die Art der Bäume eines der wichtigsten Kriterien zur Auswahl. Besteht die Bepflanzung des Gartens hauptsächlich aus eher kleinwüchsigen Sträuchern und Rasen, so genügt in der Regel ein Messerhäcksler. An dieser Stelle ist auch der technische Unterschied zwischen Gartenhäckslern anzumerken. Diese arbeiten entweder mit Walzen oder mit Messern, wobei sich Walzenhecksler als wesentlich leistungsfähiger und auch leiser als Messerhäcksler zeigen. Nicht umsonst werden heute in professionellen Geräten, die sogar ganze Baumstämme verarbeiten, Walzen zur Zerkleinerung eingesetzt. Ein weiterer Vorteil der Walzenhäcksler ist der selbstständige Einzug des Astmaterials, sodass ein manuelles Nachschieben der Äste entfällt.

Eine weitere Variante des Gartenhäckslers ist die Verwendung einer trichterförmigen, hohlen Walze zur Zerkleinerung, bei der das Schnittgut durch Spalte in der Walze in den Hohlraum fällt und von dort in den Kompostsack oder die Kompostbox. Durch diese Technik verringert sich die Gefahr der Verstopfung.

Wer also nur kleinere, dünne Zweige und Äste zu verarbeiten hat und dies nur gelegentlich, kann hierbei auf die meist recht preisgünstigen Gartenhäcksler mit Messer zurückgreifen. Für Gärtner, die einen größeren Baumbestand ihr Eigen nennen, wird ein entsprechend dimensionierter Gartenhäcksler mit Walze die bessere Wahl sein, zumal diese Geräte leiser arbeiten und so die Nachbarschaft weniger gestört wird.


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