Der Gemüsegarten im Frühjahr 17.12.2015 10:05

Gesundes kräftiges Gemüse aus dem eigenen Garten. Ein Traum jedes Hobby-Gärtners. Doch wie beginnen? Nur noch wenige Gartenfreunde schwören auf die Chemie im eigenen Garten und wollen so naturnah wie möglich arbeiten.

Doch ob man nun auf das althergebrachte Umgraben mit dem Spaten schwört oder den Boden lediglich mit einem Sauzahn oder Gartenfräse belüftet und aktiviert, der erste Schritt wird immer die Anlage der Beete sein.

Es gibt natürlich viele verschiedene Varianten, wie man ein Beet anlegt. Doch entscheidend sind nicht nur der persönliche Geschmack und die Optik, sondern vor allem auch die Wahl der Anbaumethode und die spätere Bearbeitbarkeit. So hat sich zum Beispiel als Faustregel eine feste Beetbreite von 1,20 m bewährt, da man so bequem von beiden Seiten zur Mitte hin arbeiten kann.

Viele Gemüsegärten sind eher "klassisch" angelegt, haben also einen etwas breiteren Mittelweg und davon abgehend rechts und links die Beete angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass man auf dem breiteren Mittelweg problemlos auch eine Schubkarre fahren kann, während die Wege zwischen den Beeten auf Wunsch variabel bleiben können.

Wer eine andere Form wünscht, kann sich von alten Plänen von Kloster-, Schloss- und Bauerngärten inspirieren lassen und zum Beispiel ausgehend von einem Rondell, die Beete strahlenförmig anlegen.

Doch hängt - wie schon gesagt - die Anlage der Beete auch sehr stark von der gewünschten Anbaumethode ab. Will man zum Beispiel in Fruchtfolge arbeiten - hier werden stark-, mittel- und schwachzehrende Pflanzen in einem dreijährigen Rhythmus im Anbau abgewechselt, heißt das, dass man zumindest drei oder besser vier Beete benötigt. Das vierte Beet ist dann den "standortreuen" Pflanzen vorbehalten.

Wählt man die Methode der Mischkultur, bei denen die Pflanzen unter dem Gesichtspunkt einer guten Nachbarschaft angebaut werden, genügt eine einfache Einteilung der Beete.

Eine besondere Form des Gemüsebeetes, die sich vor allem für einen sehr kleinen Garten anbietet, ist das Hügel- oder Hochbeet. Ein Hügelbeet wird unter ganz bestimmten Regeln angelegt und hat den Vorteil, dass es die Anbaufläche vergrößert und durch den speziellen Aufbau von Humus, natürlichem Dünger und Kompost jahrelang sehr reichhaltige Ernten bringt.

Das Hochbeet ist im Prinzip ebenso wie ein Hügelbeet angelegt, aber in festen Umrandungen und gleicht damit eher einem großen Kasten. Es ist besonders gut für ältere Menschen geeignet, die sich nicht mehr gut bücken können.

Welche Pflanzen man anbaut, hängt natürlich stark vom persönlichen Geschmack des Gärtners ab, der seine Ernte schließlich auch genießen möchte. Für den Anfänger geeignet sind immer Radieschen, Rettich, Spinat, Gurken, Bohnen, Erbsen oder Möhren, die an Ort und Stelle ausgesät werden.

Zwiebeln kann man ganz einfach und günstig als Steckzwiebelchen kaufen und in die Erde legen. Bei vielen Pflanzen wie zum Beispiel Kohlrabi, Tomaten oder Salat kann man sich entscheiden, ob man sie selbst vorzieht oder als fertige Pflänzchen beim Gärtner oder auf dem Markt kauft.

Für den Anfänger lohnt es sich sicher, die Pflanzen fertig gezogen zu kaufen und sich nach und nach in die Kunst der Anzucht einzuarbeiten.


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