Ausbesserung von Lackschäden 17.12.2015 10:09

Praktisch jeder Besitzer eines älteren Fahrzeuges weiß bestens über die bleichende Wirkung von Sonnenlicht Bescheid. Aber nicht nur die Einstrahlung der Sonne, sondern auch Kratzer, Dellen und Macken setzen dem Lack eines Fahrzeuges im Laufe der Zeit sehr zu und machen eine Neulackierung oder eine Ausbesserung von Lackschäden unabdingbar.

Dabei muss man nicht für alle Ausbesserungsarbeiten direkt in eine Werkstatt fahren, auch Hobby-Autobastler haben bereits viele Möglichkeiten, um kleinere Arbeiten am Fahrzeuglack selbst durchzuführen. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass eine komplette Neulackierung des Fahrzeuges als Hobby-Bastler wohl kaum das gewünschte Ergebnis liefert.

Grundsätzlich bieten sich für Hobby-Schrauber zwei verschiedene Möglichkeiten der Lackaufbereitung: Lackstifte und Sprühdosen.

Lackstifte

Wohl jeder kennt die üblichen Lackstifte, die man bei fast allen KFZ-Händlern und in vielen verschiedenen Farben erwerben kann. Diese eignen sich hervorragend zur Ausbesserung von Steinschlägen und kleinen Kratzern.

Wichtig sind dabei vor allem zwei Dinge: Steinschläge und kleine Kratzer sollte man so schnell wie möglich ausbessern, da durch diese Wasser unter die Lackschicht fließen kann und das Wasser letztendlich zum Oxidieren des Bleches führt. Diesen Vorgang bezeichnet man umgangssprachlich auch als rosten.

Außerdem sollte man darauf achten, dass der Farbton des Lackstiftes wirklich exakt mit dem Farbton des eigentlichen Fahrzeuges übereinstimmt. Nimmt man beispielsweise einfach nur einen roten Lackstift, dessen rot lediglich ähnlich wie das rot des eigenen Fahrzeuges ausschaut, passiert es oftmals, dass man beim Auftragen des neuen Lacks einen großen Unterschied zwischen beiden Farbtönen erkennen kann.

Sprühdose

Für größere Ausbesserungsarbeiten am Lack sollte man in jedem Falle eine Sprühdose verwenden. Dieses Verfahren eignet sich vor allem zum Lackieren einzelner Blechteile, wie beispielsweise den Kotflügeln, es ist jedoch bedeutend aufwändiger als das Ausbessern des Lacks mit einem Lackstift.

Zunächst muss das entsprechende Karrosserieteil demontiert werden. Daraufhin schleift man es gründlich von sämtlichen Rückständen des alten Lackes ab, sodass nur noch unlackiertes Blech übrig bleibt. Dieser Vorgang sollte wirklich mit größtmöglicher Sorgfalt durchgeführt werden, da man sonst nicht das gewünschte optische Ergebnis erreicht.

Anschließend muss man das Blech mit Alkohol reinigen, um auch sämtliche Rückstände von Fetten und Ölen zu entfernen.

Erst jetzt beginnt die eigentliche Lackierarbeit:  Beginnen sollte man mit einer Schicht Grundierung, gefolgt von zwei bis drei Schichten der eigentlichen Farbe. Abgeschlossen wird der Lackiervorgang durch eine Schicht Klarlack. Zwischen den einzelnen Schichten sollte der Lack 24 Stunden lang austrocknen können.

Nun viel Spaß, wenn Sie ihr Fahrzeug optisch wieder auf Hochglanz bringen.


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