Sicherheit in der Hobbywerkstatt 17.12.2015 10:01

Auch in der Hobbywerkstatt ist Sicherheit äußerst wichtig, denn die Unfälle der Heimwerker machen einen nicht geringen Teil der Freizeitunfälle aus. Worauf aber sollten Heimwerker nun achten?

Selbstverständlich sollte ein voller Verbandskasten für die Erste Hilfe vorhanden sein. Die häufigsten Verletzungsarten bei Heimwerkern sind offene Wunden, Prellungen und Knochenbrüche. Betroffen sind vor allem Finger, Hände, Kopf, Gesicht, Fuß und Fußknöchel sowie die Zehen.

Eine persönliche Schutzausstattung enthält daher eine Schutzbrille, Gehörschutz (Ohrenschützer), Schutzhandschuhe und festes Schuhwerk.

Wichtig ist außerdem Ordnung am Arbeitsplatz, denn schlecht abgelegtes Werkzeug stellt eine Gefahrenquelle dar. Das gilt auch für den Boden, denn während der Arbeit kann man schnell stolpern und sich dabei verletzen. Es sollte immer geeignetes Werkzeug benutzt werden, das von guter Qualität und handgerecht ist.

Schutzvorrichtungen sollten niemals unwirksam gemacht werden und größere Werkstücke zum Bearbeiten fest eingespannt werden.

Ein anderer Aspekt sind einwandfreie elektrische Leitungen und Stecker für den Betrieb von GS-geprüften Bohrmaschinen, Winkelschleifern und Co. Vor dem Betrieb sollte eine Sichtprüfung klarstellen, dass die Installation in Ordnung und mit einem hochempfindlichen Fehlerstromschutzschalter gesichert ist. Dazu gehören ebenfalls einwandfreie Verlängerungskabel. Und auch wenn es lästig ist, sollten die Netzstecker bei Werkzeugwechsel, Arbeitsunterbrechung oder Störung stets gezogen werden.

Werkzeuge sollten immer sauber gehalten werden und haben in den Taschen der Kleidung nichts zu suchen.

Günstig für Mensch und Umwelt sind Lacke und Farben ohne schädliche Lösemittel, die am blauen Umweltengel erkennbar sind. Lack- und ölverschmierte Finger sollten nie mit aggressiven Substanzen wie Terpentin, Benzin oder Pinselreiniger behandelt werden. Dafür gibt es spezielle Hautreinigungsmittel, die die Haut nicht schädigen und austrocknen.

Für das Streichen mit lösemittelhaltigen Lacken empfiehlt sich das Tragen von Handschuhen. Spezielle Lackierarbeiten mit Lösemitteln in Innenräumen erfordern das Tragen eines Atemschutzes.

Tische, Stühle und andere Dinge sind kein Ersatz für sicherheitsgeprüfte Stehleitern mit Spreitzschutz, die auf ebenem und festem Untergrund aufgestellt werden. Für Arbeiten auf Leitern sollte festes Schuhwerk getragen werden. Dabei ist es ratsam, nur bis zur vorletzten Sprosse aufzusteigen und sich nicht aus der Leiter hinauszustrecken; Arbeitsbereich ist die Länge der Arme.

Angeraten sind auch frostsichere Feuerlöscher, falls die Werkstatt nicht beheizt wird. Aber auch Löschdecken nach DIN 14155 aus Glasgewebematerial sollten griffbereit vorhanden sein.


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